Sonderthemen

 

Entsendung ins Ausland - A1-Bescheinigung (Stand: 07/2019)

Az.: M-11-4

 

 

Wann benötige ich eine A1-Bescheinigung?

Sofern sich Mitglieder im Ausland befinden und dort anwaltlich tätig sind, sind diverse Sonderreglungen zu berücksichtigen. Dem Grunde nach werden Beiträge an das Versorgungswerk auf Basis der Einkünfte aus anwaltlicher Tätigkeit in Deutschland entrichtet.

 

Liegt eine vorübergehende Entsendung in einen Mitgliedsstaat der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums oder die Schweiz vor oder wird eine selbständige Tätigkeit dort vorrübergehend ausgeübt, kann gemäß Verordnung (EU) 883/2004 ein Antrag A1 gestellt werden, damit in Bezug auf die Sozialversicherung weiterhin deutsches Recht angewandt wird.

 

An wen muss ich den Antrag A1 richten?

Der Antrag ist in keinem Falle an das Versorgungswerk zu richten.

 

Gesetzlich krankenversicherte Mitglieder stellen ihren A1-Antrag bei der für sie zuständigen Krankenkasse.

 

Falls Sie privat krankenversichert sind, ist der Antrag an den Träger der gesetzlichen Rentenversicherung (DRV Bund, DRV Knappschaft Bahn-See oder den zuständigen Regionalträger der DRV) zu richten.

 

Wenn Sie privat krankenversichert sind und aufgrund Ihrer Mitgliedschaft im Versorgungswerk eine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht vorliegt, geht der Antrag an die Arbeitsgemeinschaft Berufsständischer Versorgungseinrichtungen e.V. (ABV).

 

Sollten Sie während des Antragsverfahrens bei der ABV Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte direkt an die ABV. Sie erhalten von dort auch Nachricht über den Verfahrensausgang bzw. die A1-Bescheinigung, die wir als Kopie von dort erhalten. Sie brauchen uns diese nicht zusenden. Wir nehmen die Kopie zu Ihrer Akte.

 

Handelt es sich nicht um eine Entsendung, sondern um eine gewöhnliche Erwerbstätigkeit in mehreren Mitgliedstaaten, so ist sowohl für privat wie für gesetzlich versicherte Mitglieder die DVKA (Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland) die zuständige Stelle.